Aktion „TU (DIR) WAS GUTES“

Mit der Aktion „Tu (Dir) was Gutes“ rief der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg 2005 ein Modellprojekt für generationsübergreifende Freiwilligendienste ins Leben. Es sollten Menschen dazu gebracht werden, ihre Erfahrungen, Talente und ihr Wissen für andere einzubringen. In den fünf Aktionsbüros   - Stuttgart, Karlsruhe, Reutlingen, Offenburg, Freiburg - wurden entsprechende Angebote organisiert und vermittelt. Neben der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements sollte eine neue Anerkennungskultur entstehen. Angesprochen waren Einsatzstellen und freiwillige engagierte Akteure. Kurz: alle Menschen mit Ideen und Aktionsbereitschaft. Gefördert wurden sportliches, kulturelles Engagement, aber auch das Miteinander von Jung und Alt, die Begleitung und Betreuung von Menschen mit Behinderung und die Mitarbeit in Initiativen und Vereinen. Klare Rahmenbedingungen und Vereinbarungen führten bei der Einführung und Begleitung der Freiwilligen zu einer Verbindlichkeit. Der Charme von „Tu (Dir) was Gutes“ bestand einerseits darin, dass die Engagierten Menschen ihre individuellen Erfahrungen, Fähigkeiten und Stärken für andere bzw. für die Gemeinschaft einbringen konnten. Andererseits wurden die Freiwilligen während der Tätigkeit kontinuierlich und professionell begleitet. Die engagierten Personen waren während des Einsatzes unfall- und haftpflichtversichert und haben in den meisten Fällen eine Aufwandentschädigung für ihr Engagement erhalten. Die Freiwilligen wurden durch Mentoren begleitet und haben am Ende ihrer Tätigkeit ein Zertifikat als Anerkennung erhalten. Dank der Begleitstrukturen ist es gelungen neue Personenkreise zu erreichen. Im Projekt wurden eine Reihe von Maßnahmen initiiert, um die Freiwilligen zu gewinnen. So wurden gezielt Anzeigen geschaltet um beispielsweise Sprachpaten für russisch sprechende Kinder zu finden. Außerdem hatten Interessierte die Möglichkeit in den Einssatzstellen zu hospitieren, bevor sie sich für eine Einrichtung entschieden.

Eine strukturierte Betreuung in der Einrichtung war für die Motivation und den langfristigen Einsatz der Freiwilligen unabdingbar. Die Einsatzstellen konnten je nach Bedarfslage mit gezielten Angeboten wir Anerkennungskultur und Fortbildung der Freiwilligen entlastet werden.

 

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